Kornnattern -
  Pantherophis guttatus
Allgemeines zur Kornnatter
Die Kornnattern können ein Alter von 20- 25 Jahre erreichen
und eine Gesamtlänge von 120-150cm, seltenen Ausnahmen größer. Adultes Gewicht 500 - 800g !
Ihr taxonomischer Name ist
PANTHEROPHIS GUTTATUS.
Sie zählen zu den Kletternattern und sind Würgeschlangen, keine Giftschlangen !

Ihr
Beutespectrum besteht aus kleinen Säugetieren , wie Mäuse in passender Größe, Ratten Baby bis kleine/max. mittlere Ratten, Vielzitzenmäuse bis max. mittel, Gerbil , Hamster, seltener kleine
Vögel oder Echsen.

Ihre natürliche Farbe ,wie man sie in der Natur
findet ist rot-braun, in der Terraristik wird sie
als wildfarben oder classic bezeichnet.
Mit der Zeit und den Jahren wurden viele Farb-
formen gezüchtet, von ganz weiß , verschiedene
Albino-Arten, bis Zeichnungsvarianten wie normal,
Motley,Striped oder Aztek .
Einige gängige
Farbformen wären:
> Snow, Blizzard, Butter , Red Albino (Amelanistic),              
Black Albino (Enarythristic), Ghost, Pewter, Sunglow,          
Jungtier wildfarbener Kornnatter 
Mandarin, Kastanie , Oketee, Bloodred, Karamel , Lavender uvm.
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HERKUNFT
Die Kornnattern stammen aus Mittelamerika und brauchen ein gemäßigtes warmes Klima. Man findet sie dort in Laubwäldern bis in den Trockensavannen, sowie in
Kornfeldern und oftmals in Nähe eines Kornsilos, weil es dort gut Futter (Mäuse und
Ratten) für die Schlangen gab. Hier ist auch der Ursprung des Namens
"Cornsnake - Kornnatter" zu finden.


SCHUTZSTATUS
nicht geschützt, nicht meldepflichtig !

KLASSIFIKATION
Kategorie:           Reptilien (Reptilia)
Ordnung :            Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung:     Schlangen (Serpentes)
Familie:              Nattern (Colubridae)
Gattung:              Kletternattern (Pantherophis)
Art:                    guttatus
Allgemeiner Name:    Kornnatter
wildfarbene Kornnatter
SNOW
BUTTER
GHOST
ANERYTHRISTIC (Black Albino)
SUNGLOW
AMELANISTIC (Red Albino)
CARAMEL
BUTTER striped
AMELANISTIC rough striped
ULTRAMEL
Maeusebabys
kleine Springer-Mäuse
images
nestjunge_vogel
maeuse
Angeboten wird das Futter tot, d.h. eine aufgetaute Frostmaus, vorher in warmen Wasser legen, abtrocknen und der Schlange anbieten. Lebende Mäuse dürfen nach dt. Gesetz nicht ohne vorher abzutöten verfüttert werden, die Praxis bei Schlangenhaltern sieht allerdings sehr vielfältig aus. Es gibt durchaus auch Nattern, die erst durch den Fluchtreflex der Maus das Fressen nehmen und können mit totem Tier nix anfangen. In der Regel nehmen aber Kornnattern sehr gut Frostfutter und habe kaum Schwierigkeiten damit.Schon bei der Jungtieraufzucht nehme ich nur Frostfutter, damit der zukünftige Halter es später einfacher mit der Futterversorgung hat.

WICHTIG ist, dass die Schlange zum Füttern aus ihren Terrarium in eine Futterbox separat ohne Substrat gegeben wird. Die Schlangen sind es von klein auf gewohnt und fressen so ihr Futter ohne
Probleme. Es ist eine saubere Lösung und hat den Vorteil, dass sich bei Mehrfachbesatz die Kornnattern untereinander nicht verbeissen können UND den Vorteil, dass sie kein Substrat mit auf-
nehmen können.
Durch Terrarienfütterung hat es schon manch einer Schlange das Leben gekostet, wenn sie Buchenspäne oder Reptibark beim Fressen ihres Futtertieres mit aufgenommen haben.
Letzendlich wird das Tier auch regelmäßig bei der Fütterung gehändelt und in der Zeit hat man auch die Möglichkeit in Ruhe das Terrarium zu säubern.

Zur Menge, wieviel und wie oft fütter ich meine Kornnatter ?

Hierfür gibt es Richtlinien, aber bei Schlangen kann und sollte man es gegenüber anderen Reptilienarten, je nach Alter und Geschlecht ein wenig individuell gestalten.
Es gibt eine Munson-Fütterungsliste, die ich euch nicht vorenthalten will und man könnte
diese als Richtlinie verwenden.
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Letztendlich kann ich jeden nur empfehlen, macht euch von jedem Tier einen Fütterungsplan , wann hat das Tier was gefressen,alle 4 Wochen ca. wiegen, wann gehäutet und evtl. Besonderheiten ein-
tragen. Das hat schon oft geholfen, Probleme zu erkennen und Entscheidungen zu treffen.

Noch ein paar Tipps für unsere Nichtfresser:

- bei
adulten und subadulten Tieren, sollte erst abgeklärt werden
   * Temperatur zu kühl oder zu warm ?
   * Wechsel des Terrarium , Ort ect. ?
   * neue Vergesellschaftung ?
Wenn das alles nicht in Frage kommt, dann frische Kotprobe beim TA auf Parasiten untersuchen lassen.  Ist diese auch clean, gibt es natürlich noch andere Gründe , ob es am Futtertier liegt,
manche mögen lieber lebend, der andere eher speziell Ratten oder nur VZM....die Möglichkeiten
sind vielfältig und müssten abgeklärt werden, nicht immer einfach.

- bei
frischen Schlüpflingen ( Neonaten)
  hier passiert es meistens, dass 1-3 Jungtiere  aus dem Gelege Probleme machen und nicht an das
  Futter gehen, auch hier habe ich schon einiges durch :-)
  Einige Tipps dazu wären:
   * Frostmaus in warmes Wasser legen , abtrocknen und warm verfüttern
   * Tier wird in einer engen Futterbox gefüttert und dunkel gemacht / Handtuch darauf legen
   * evtl. Frostmaus in Hühnerbrühe mit Fett einweichen, so dass es lecker nach Huhn riecht
   * bei kleinen Neonaten erstmal halbe Pinkies anbieten, bitte nur Frostmäuse !
   * dann kommen wir zu den Lebendtierfressern, auch diese gibt es , einfach mit einer lebenden
     Maus probieren , sollte das funzen, nach 3 x füttern kann man langsam auf Frost umstellen,
     meistens mit Erfolg !
   * VZM, ein ganz heißer Tipp, wenn nix geht, an VZM= Vielzitzenmäuse gehen sie gerne ran,
      diese in Frost und gegebenfalls auch frisch anbieten, hat schon oft geholfen !
   * eine andere Möglichkeit, eine kurze Winterruhe von 10 Tagen auf 10°C, geht mit dem
      Inkubator Herp nursery ganz einfach, danach häuten sie sich und auch hier fangen einige nach
      Tagen an zu fressen
   * manche probieren mit Rinderhack , oder Hühnchenfilet
   * man sollte auch mal über Nacht das Futtertier anbieten, manchmal hilft es

Die Möglichkeiten sind vielfältig, auf alle Fälle braucht man GEDULD ! Zögert sich das über Wochen und Monate hinaus, ist eine Fütterung notwendig- kurz gesagt stopfen !
Auch das ist unter den Züchtern sehr umstritten, weil es ja die natürliche Auslese ist. Meine Meinung
ist, dass Anfüttern durch Stopfen hilfreich sein kann und hat manch Tier schon das Leben gerettet.
Man sollte allerdings meines Erachtens nicht länger als 4 Wochen warten und das Tier dann erstmals
Futter verabreichen, vorausgesetzt es hat noch nichts von den Tipps gefruchtet. Die Winterruhe hatte ich erst in Betracht genommen, nachdem 3 Monate nichts geklappt hatte , die Tiere waren aber
zwischenzeitlilch versorgt worden und dadurch bester Gesundheit.
Letzendlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch angefütterte Tiere dann mit Fressen anfangen
und sich dann bestens durch eigenständiges Fressen entwickelt haben, es waren keine Mickerlinge wie immer gerne diskutiert wird, nein, sie konnten alles aufholen und sich normal entwickeln.

Abstriche würde ich machen, z.Bsp. bei :
- Häutung , dann warten, bis diese durch ist
- bei adulten Tieren ohnehin , Weibchen brauchen
   während der Saison mehr , um wieder zu Kräften zu kommen
- bei großen adulten Tieren können Intervalle von 14 Tage ohne Problem genommen werden, dann wiederum mehr oder kräftigere Futtertiere

Meine persönliche Faustregel, gerade für die Auf-
zucht ist , das Futtertier sollte 1/6 vom Gewicht
der Schlange sein.
Hat man dann ein 600g - Männchen, würde ich nicht unbedingt 100g verfüttern, da tun es auch
2 x 30g = 60g schweres Futter !
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, ich übernehme keinerlei Haftung für die von mir aufgestellten Erkenntnisse.Habe es in guten und besten Gewissen niedergeschrieben,  bei Fragen und Kritik bitte bei mir in Meinen Forum melden , danke !
Ich bitte die hier aufgeführten Berichte und Fotos nicht zu kopieren oder anderweitig weiter zu verwenden,bei Bedarf vorher unter meiner Mail teletinie@aol.com Einverständnis einholen,danke!
Da sich Schlangen regelmäßig häuten, ist es auch bei den Kornnattern ein pyhsiologischer Akt,welcher sich in Abständen wiederholt. In der Anfangszeit ,wo das Jungtiere noch schnell heran
wächst, kommt die
Häutung bei guten Haltungsbedingungen aller 4 Wochen, ab den 1. Lebensjahr
wird der Abstand zwischen den Häutungen immer größer. Bei trächtigen Tieren erfolgt die Häutung noch vor und nach der Eiablage.
Die Häutung wird an trüben Augen erkannt, sowohl an der ganzen Haut,welche sich plötzlich im grauen Kleid zeigt, Dauer ca. 1 Woche. Kurz vor Entledigung der alten Haut , sieht die Schlange farblich schon fast wieder normal aus, ca. 1-2 Tge vorher, das ist der Häutungsprozess, wo die
Lymphflüssigkeit wieder absorbiert wird.Die Häutung erfolgt dann durch Abstülpen der Haut beginnend am Kopf, eine ordentliche gesunde Haut ist im Ganzen und nicht in Stücken.

Vom VERHALTEN her sind die Kornnattern eher als nicht aggressiv einzustufen. Als Jungtiere können sie mal noch leicht hektisch sein, was sich mit zunehmenden Alter wieder legt. Persönlich habe ich die
Erfahrung gemacht, dass die dunklen Kornnattern und Wildform am temperamentvollsten sind,
Ausnahmen gibt es sicherlich.:-)
Ein Anzeichen von Hektik bei der Schlange ist das "Schwanzrasseln" und die S-förmige Körperhaltung,  sind diese Anzeichen erkennbar, sollte man Vorsicht walten lassen, die Schlange ist
nicht gut aufgelegt. Ein Schlangebiss einer Kornnatter ist von Jungtieren eher Peanuts, sicher ist der
Schreck größer , als der Biss, bei den adulten Tieren kann dieser Biss bluten, aber man kann es ver-
schmerzen. Wer regelmäßig von klein auf sein Tier händelt, sollte diese Probleme nie erfahren.

Zur
Vergesellschaftung der Kornnattern in ihrer Art habe ich nur gute Erfahrungen machen können,
man kann mehrere Kornnattern ohne Bedenken gemeinsam halten. Ausnahmen wären bei subadulten
Weibchen, hier sollte man kein geschlechtsreifes Männchen dazu tun, damit diese nicht vorzeitig gedeckt werden, siehe bei Fortpflanzung.
Ebenfalls sollte das Verhältnis bei einer Vergesellschaftung zu gunsten der Weibchen liegen, wie
z.Bsp. 1,1 bis 1,4 oder 2,2 bis 2,4 - nie mehr Männchen als Weibchen.
Ansonsten kenne ich die Kornnattern meist harmonisch zusammen auf einen Platz relaxend.
© 2006 - 2016  Kerstin Franke by Mühlhausen
 
Munson-Fuetterungsplan
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