Bartagamen-
Pogona vitticeps
GESCHLECHTSREIFE

Die Jungtiere der Pogona vitticeps erreichen je nach körperlichen Entwicklung frühestens
ab 6 Monate ihre Geschlechtsreife. Bei Beobachtungen von unseren "Edi" ging es ab ca. 7-8 Monaten los, dass er seinen Weibchen eindeutig die ersten Paarungsversuche zeigte.Meine Tiere hatten in dem Alter ca. 200g Gewicht und schon weit über 30cm Länge.

Was erstmal wichtig wäre , die
Erkennung von Männchen und Weibchen. Manche können gleich nach Schlupf erkennen, um welches Geschlecht es sich handelt, aber das lasse ich mal dahingestellt sein.
Sicher kann man bei einen Männchen unter günstigen Umständen die Hemipenestaschen erkennen,
aber was ist bei einem Weibchen. Es könnte ein Männchen sein,was etwas kräftiger ist oder durch anatomische Lage diese noch nicht sichtbar sind und schon hat man ein Weibchen. Leider hat es mich
mit solch einer Aussage auch getroffen, EDI war 99% ein Weibchen, dass bei Abgabe von 8 Wochen von einer Züchterin, die Erfahrung hat. Muss gestehen, für mich sah es auch weiblich aus, aber nach
weiteren 4-6 Wochen wurde mir unmißverständlich klar, hier handelt es sich um ein Männchen - Pech gehabt , wir hatten das 1% erwischt :-)...wollte eigentlich damit sagen, man soll sich auch bei Aussagen von einen Züchter nicht darauf festlegen, es kann immer noch anders kommen.

Nun aber zum Wesentlichen, die
Erkennungsmerkmale von Männchen und Weibchen
E D I
Geschlechtsorgane-maennlich
Geschlecht_mark
male
female
MÄNNCHEN

- ab Alter 3 Monate bei guter Entwicklung des Tieres, sind die
Hemipenestaschen, wie auf dem Foto dargestellt sichtbar zu erkennen
- an den inneren Schenkeln der Hinterbeine , sind die
Femoralporen erhaben und deutlich sichtbar
- das Männchen hat eine
dickereSchwanzwurzel
  und ist im
Körperbau wie Kopf und Rumpf massiver

WEIBCHEN

- ab Alter 3 Monate bei guter Entwicklung des
Tieres,ist eine
Wölbung mittig über der Kloake sichtbar , wie auf dem Foto dargestellt
sichtbar zu erkennen
- an den inneren Schenkeln der Hinterbeine ,
sind die
Femoralporen leicht und nicht so deutlich
wie bei dem Männchen sichtbar
- das Weibchen hat eine
dünnere Schwanzwurzel
  und ist im Körperbau wie Kopf und Rumpf nicht
  ganz so kräftig gebaut, aber wie immer -
  Ausnahmen bestätigen die Regel
 
FORTPFLANZUNG

Die Fortpflanzung bzw. die Paarungsaktivität beginnt ein paar Wochen nach der Winterruhe.
Nun stellt man fest, dass das
Männchen sich besonders gerne und öfters präsentiert, man sieht
ihn des öfteren nickend durch das Terrarium laufen. Dazu wird noch der Bart in besonderen Farbton
je nach Bartagamen-Farbtyp, meist in  blauschwarz gezeigt.
Nicken
Kehlfaerbung
Die Weibchen dagegen zeigen sich mit neigenden Bewegungen , d.h. den Oberkörper senken sie auf
und ab, eine Art Bewegung wie Liegestütze...nur langsamer, gegenüber dem Männchen.
Das Spiel zeigt sich oft hintereinander abwechselnd, das Männchen umkreist das Weibchen immer mehr
und versucht sie dann durch einen Biss seitlich des Kopfes zu fixieren.
Nachdem das Männchen das Weibchen und sich in Postion gebracht hat, kommt es zur
Kopulation.
In den meisten Fällen ist die Paarungsaktivität in den Vormittag-und Mittagsstunden zu beobachten.

Während der Hochsaison der
Paarungszeit, ist es oft nicht nur für das Weibchen Streß, deshalb sind mehrere Weibchen eher zu empfehlen, als eine Paarhaltung, oder eine vorübergehende Trennung des
Paares. Auch für das Männchen ist die Paarungszeit sehr anstrengend und es kann in dieser Phase vorübergehend zu Freßunlust kommen.

Wenn das Weibchen einmal erfolgreich verpaart worden ist,kann man davon ausgehen, dass sie
den
männlichen Samen über mehrere Monate speichern kann.d.h. sie kann noch mehrere befruchtete Gelege von der einen Besamung erbringen .
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Wenn das Weibchen erfolgreich verpaart worden ist, kommt es nach einige Wochen - frühestens
nach drei Wochen zur
Ablage von befruchteten Eiern. Während dieser Zeit soll das Tier hochwertig ernährt werden, da dem Tier durch die Eibildung viele wichtigen Nähr-und Mineralstoffe entzogen werden. Ist das Tier zu wenig mit Nähr-und Mineralstoffen ernährt worden, kann es natürlich auch keine dieser wichtigen Stoffe an das ungeborene Jungtier zur Entwicklung in den Eiern abgeben.
Daher ist es für Tiere, welche
zur Zucht verwendet werden, besonders wichtig, die Muttertiere gut
mit wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Hat das Weibchen kein Männchen zur Verfügung , bilden die Weibchen trotzdem saisional in einen
Zyclus Eier aus,welche auch abgelegt werden, allerdings nicht befruchtet sind.
Die Menge der Eier können je nach Konstitution des Tieres  ebenso üppig sein, als wie bei einem befruchteten Gelege.
Trächtigkeit unserer Weibchen Sally und Safira
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, ich übernehme keinerlei Haftung für die von mir aufgestellten Erkenntnisse . Habe es in guten und besten Gewissen niedergeschrieben,bei Fragen und Kritik bitte bei mir in Meinen Forum , danke !
Ich bitte die hier aufgeführten Berichte und Fotos nicht zu kopieren oder anderweitig weiter zu verwenden,bei Bedarf vorher unter meiner Mail teletinie@aol.com Einverständnis einholen,danke!
 
 
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