© 2006 - 2009 Kerstin Franke by Mühlhausen
Zwergbartagamen
Pogona henrylawsoni
Trächtigkeit / Eiablage / Inkubation
Das ich die Trächtigkeit noch in diesen Jahr von meinen Weibchen erleben durfte , hätte ich mal so
nicht mehr erhofft, denn meine beiden Zwerge hatten sich nach strikten australischen Witterungs-
bedingungen pünktlich mit einsetzenden wunderschönen Sommerwetter in Deutschland zur "Winter-
ruhe " niedergelassen. Dieser dauerte von Anfang Juli bis Ende August !
Als sie Ende August ihren müden Glieder so langsam wieder in die Gänge brachten, fing langsam das Fressen wieder an , sie wurden definitiv mobiler und keine 14 Tage später konnte man schon die ersten
Paarungsversuche von Männchen Klaus beobachten, was mit zunehmender Zeit schon eher aufdringlich und aufsässig im wahrsten Sinne des Wortes war, siehe Paarung...tageweise saß er nur auf Holly :-(
Ab dem Tag, wo man permanent das Paarungsverhalten beobachten konnte, hatte das Weibchen Holly kräftigen Appetit entwickelt, das Männchen dagegen war so in seinen Paarungsrausch, dass er kaum und nur gelegentlich mal gefressen hat und das Weibchen dafür an doppelte und dreifache Menge ver-
zehrt hat. Es dauerte nicht lange , konnte man es am Bauchumfang schon deutlich erkennen, dass das Weibchen trächtig sein musste.
Das Ausgangsgewicht von Holly war ca. 90g Körpergewicht, als sie aus dem "Winterschlaf " kam, zum Schluss der Trächtigkeit brachte sie 105 g auf die Waage.
Vom Tag des Beginns der Paarungen bis zur Eiablage sind in etwa 4 Wochen vergangen.
Trächtigkeit
Nach ca. den besagten 4 Wochen hat unsere Weibchen bedeutend an Umfang zugenommen und das
sollte jetzt schleunigst entleert werden.
Die ersten Anzeichen merkt man :
- das Weibchen läuft unruhig im Terrarium umher, öfters auch an der Scheibe als sonst
- der Appetit lässt sichtbar nach bis sogar Futterverweigerung, da nix mehr in den Bauch reingeht
- die ersten Probegrabungen beginnen mit leichten Buddeln, was sich innerhalb von 2-3 Tagen so
intensiviert, dass man denken könnte , das Terrarium wird total umgebaut, s. Fotos
Eiablage des Weibchens
Nachdem wohl so jeder Winkel und Fläche ausprobiert und gegraben wurde, hatte sie sich entschieden und eines Vormittags grub sie unter der Felsenwand einen Gang und dort kam es zur Eiablage.
Das war die Stelle, wo ich aus der Kiste das Lehm-Sandgemisch dazu geschüttet hatte , es wurde immer von mir leicht feucht gehalten, was sie auch gerne zum Graben annahm.
- es werden im Jahr ca.3-4 Gelege von dem Weibchen gebracht, Abstand aller 4 Wochen in der Saison
- das Gelege wird am liebsten in einen Sandberg abgelegt, welches feucht (nicht naß!) ist und dort wird
meist eine Höhle zur Ablage gegraben
- ein Gelege kann in der Regel zwischen 10 - 30 Eier umfassen
Anfangs gab ich eine Sandkiste, damit sie eine gezielte Eiablage
haben könnte- Fehlanzeige, diese
wurde zwar angeschaut, war aber
auch schnell wieder uninteressant
und die restlichen Ecken wurden
weiterhin umgeackert.
Wie das Terrarium zum Schluss
aussah lassen die Bilder für sich sprechen.
- gleich nach Ablage der Eier werden diese aus dem Terrarium entfernt und in einen Inkubator überführt, vorausgesetzt man möchte züchten und hat Abnehmer für dessen Jungtiere
- an den Eiern sieht man schon, ob diese Eier befruchtet sind, Indiz dafür ist die sichtbare rosa Keimscheiben, welche zart durch die weiße Eihaut schimmert, nach einem Tag ,wenn sich die Eier im Inkubator gesetzt haben, kann man mittels einer Stifttaschenlampe die Keimscheibe gut sichtbar machen
- inkubiert wird in einen
Brutkasten/ Inkubator
mit einer stabilen Temperatur zwischen 26 - 30°C, empfehlenswert ist die Temperatureinstellung um die 28°C
- eine temperaturabhängige Geschlechtsbestimmung ist bei den Bartagamen nicht bekannt
- nach ca. 50-65 Tagen schlüpfen die Jungtiere
Inkubation der Eier
nach 24h - Keimscheibe mit sichtbaren Punkt vom
Embryo
Entwicklung der Eier
nach 36 Inkubationstagen
sieht man die ersten Ext-
tremitäten und Bewegungen des Jungtieres im Ei
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, ich übernehme keinerlei Haftung für die von mir aufgestellten Erkenntnisse.Habe es in guten und besten Gewissen niedergeschrieben,
bei Fragen und Kritik bitte bei mir in
Meinen Forum
melden , danke !
Ich bitte die hier aufgeführten Berichte und Fotos nicht zu kopieren oder anderweitig weiter zu verwenden,bei Bedarf vorher unter meiner Mail
teletinie@aol.com
Einverständnis einholen,danke!
- nach ca.50 Inkubationstagen bei 28 - 30° C beginnen die Jungtiere zu schlüpfen
- am ersten Tag sieht man ein Zusammenziehen der Eier, am nächsten Tag sind diese eingefallen, dann
werden diese vom Jungtier eingeritzt und am Folgetag schlüpfen sie innerhalb von 24 - 48h
- sie sind mit einen Gewicht von 1,5g - 2,0 g und ca. 7cm Gesamtlänge doch wesentlich kleiner als
die Schlüpflinge der Pogona vitticeps
Hier ein Film von dem Entwicklungszustand nach dem 36. Inkubationstag der Zwergbartagameneier
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