© 2006 - 2009  Kerstin Franke by Mühlhausen
Zwergbartagamen
Pogona henrylawsoni
Terrarienhaltung
Die Zwergbartagamen sind die kleinere Alternative zu den Pogona vitticeps
und können durch ihre geringere Endgröße in etwas kleineren Behältnissen gehalten werden. Ein Minimum für ein Pärchen sollte trotz Länge eines
adulten Tieres von ca. 28-30cm ca.

             
  120cm x  60 cm x 80cm  
sein.

Die Temperaturen sollten bei 28° - 30° C , punktuell bis 50°C , Luftfeuchtigkeit 50- 60%
kurzzeitig höhere LF angenehm, was auch arttypisch ist- also gelegentlich auch mal sprühen.
Die Ausstattung sollte ein Wüsten-Steppenterrarium sein, dafür folgende Empfehlungen :                                                                                                                                

Bauweise /Rückwand

- hier ist für jeden selbst Kreativität angesagt, von Standart- Zoohandlungs-Terrarium bis Selbsbauweise ist keine Grenzen gesetzt
- wichtig dabei ist, bei der Bauweise an gute Dämmung zu denken, insbesonders bei Glasterrarien notwendig
- anbieten tun sich Kork oder noch besser Styropor - Felswände, mein Terrarium zeigt eine 3- seitige Felswand, welche man selber herstellen kann oder anfertigen lässt
- Kletterfelswände haben natürlich den Vorteil, dass unseren Tieren noch mehr Auslauf geboten wird, was die kleinen Zwerge auch voll ausnutzen
Beleuchtung :

- hier wird es ebenfalls vielfältige Möglichkeiten geben, Tatsache ist, dass unsere Zwergbartagamen sehr sonnenhungrig und förmlich nach Licht suchen, wer denkt mit einer kleinen Leuchte das Terrarium ausleuchten zu können, tut seinen Bartagamen keinen Gefallen !
- für mein Terrarium verwende ich folgende Beleuchtungstechnik
      -> Ergänzung nach  Praxis ! man muss bei jedem Terrarium vor Einzug der Tiere die Temperaturen austesten und man kann nicht direkt sagen, diese Lampe muss genommen werden,
es kommt auf den Standort und Bauweise des Terrariums an, diese sind sehr entscheident für das
Temperaturgefälle im Terrarium

            
                  *   Doppelbalken 2 x 24 Watt T5 Osram Lumilux Daylight 865 mit Reflektoren= 12 Std. tgl.
                     - > gibt ein hervorragendes superhelles Licht, aber auch Wärme, kann die T5 weiterhin
                             nur empfehlen , allerdings ein Kostenfaktor der Anschaffung
                      -> im neuen Terrarium 2008 gibt es 2 x 36 Watt T8 Osram 865 auf je120cm Länge
                      -> im Terrarium ab 2009 gibt es 2 x 36Watt T8 Repti Glo 2,0 auf je 120cm Länge

                 *   2 x Spotleuchte GU10 a 50 Watt = a Spot 8 Stunden versetzt , punktuell bis 50°C
                      -> da das zu warm geworden ist, habe ich eine 50 Watt gegen 35 Watt getauscht,
                           der andere Halogenstrahler wurde als Nacht-LED-Grünlicht umgewandel
                      -> im neuen Terrarium 2008 jetzt 2 x 50 Watt GU 10, für die Wärme !
                          Nachtlicht gibt es weiterhin grün durch Kathoden ( wie im Auto Unterbodenbeleuchtg.)
                      -> im Terrarium ab 2009 ebenfalls 2 x 50 Watt GU 10 Halogenspots

                 *   1 für UVB-Bestrahlung
                      ->13 Watt Repti-Glo 10,0,hier auf Foto seht ihr noch die
                      SunGlo 100 Watt, diese hat Temperaturen im Terri bis an die 50°C gebracht, deswegen
                      alternative Sparleuchte mit 10% UVB-Strahlung , tgl. 5 Stunden, Halbarkeit 6 Monate-
                      dann erneuern !
                      - > im großen Terrarium 2008 , da nur 60er Höhe die 10,0 Kompaktlampe
                           Repti Glo (darauf achten , sie ist nur 6 Monate mit Strahlung, danach wechseln !)
                      - > neue Terrarium ab 2009 anstatt Kompaktlampe eine 70 Watt Bright sun desert flood
                     
                 Die Temperaturen liegen tagsüber am Morgen bei 23°C bis abends 34°C , zwischenzeitlich
                  max. 35°C. Im Winter sind bei mir 14 h - Hauptbeleuchtungszeit, für die Tiere der Sommer,
                  ab März fange ich an die Beleuchtungszeit allmählich zu reduzieren und im Sommer wird
                  dann wieder von Juni-August geschlafen.

                 Die Beleuchtung kann auch anders gewählt werden, es gibt zig verschiedene Leuchtmittel,
                 welche sinnvoll für solch ein Terrarium eingesetzt werden können. Die neu entwickelte
                  Sun  bright desert sollte für diese Zwecke auch sehr gut verwendbar sein, diese gibt her-
                  vorragendes Lichtspektrum, UVB-Strahlung und gewisse Wärme mit relativ wenig Energie.
                 Wichtig ist , die Beleuchtung der Terrariengröße anzupassen und die 3 Komponenten
                   - LICHT (im Tageslichtspektrum um 5000- 6000 Kelvin) für 12 - 14 h/tgl.
                   - WÄRME (durch Warmlichtspektrum um 2300 Kelvin) für 8-10h/tgl.
                   - UVB-BESTRAHLUNG/je nach Lampe u. Empfehlung d.Herstellers
                 sollten den Tieren unbedingt gegeben werden !   
Bodensubstrat :

- hier kann man ebenfalls verschiedene Möglichkeiten an Substrat einbringen, findet selber raus, was ihr nehmen möchtet
- die einfachste und billigste Lösung  ist
Spielzeugsand , allerdings ist er trotz DIN-Vorschriften deutschen Gesetz nicht immer so sauber, dass ich diesen ohne Vorbehandlung verwenden hierzu verwenden würde, ebenfalls sollte er vor Anwendung getrocknet werden (vor die Heizung stellen, auf keinen Fall naß verwenden und Tiere einsetzen!)
- manche sind für lehmhaltige Böden und würden diesen
Spielzeugsand mit Lehmpulver aufmischen, so dass es ein hartes - kaum grabfähiges Gemisch gibt ,vielleicht wenn die Mischung nicht allzu hart angesetzt wird, so dass es noch grabfähg ist, eine gute Alternative, jetzt gibt es schon Lehmpulver in verschiedenen Farbformen
- oder zoohandlungsfertig gibt es die
lehmhaltigen roten Terrariensubstrat-Sandböden , wo ich leider die Erfahrung machen mußte , dass dieser in Zusammenhang mit Wasser, die Tiere rot färbt, der rote Sand wird ansonsten ziehmlich fest, sicherlich gibt es hier auch Qualitätsunterschiede und muss das testen, von der Sache her ist dieses Substrat richtig
- für günstig halte ich den
Terrariensand/ Wüstensand in gold oder weiß, dieser ist nicht nur sauber, sondern auch mit der richtigen Körnung von 0,2 - 0,6mm Rundkorn- also ausgewaschen und nicht scharfkantig !
- dann gibt es
Vogelsand, persönlich rate ich eher ab, da Lehmsand wesentlich besser ist
- eine weitere saubere preiswerte Lösung ist
Quarzsand, obwohl mir mal gelehrt worden ist, er wäre für Echsen weniger geeignet, da der scharfkantige Sand sich zwischen den Schildern oder an den Augen einlagern könnte und zu Entzündungen führt, die Praxis jedoch hat erwiesen, dass die Bartagamen auch auf diesen Substrat erfolgreich gehalten werden
- für meine Tiere hatte ich mich mal für
Quarzsand color-harzummantelt entschieden, hier habe ich mehr den optischen Aspekt gewählt, durch die Harzummantelung ist garantiert keine Ausfärbung, zusätzlich ist das scharfkantige durch die Umhüllung des des Sandkorns genommen,  und eine supersaubere Lösung, allerdings auch die teuerste Möglichkeit, davon abgesehen würde ich ihn nicht
noch einmal kaufen, da er sich als ungünstig erwiesen hat, das harzummantelte Substrat kann kein Wasser aufnehmen und perlt das Wasser ab, für eierlegende Weibchen - welches feuchtes Substrat braucht - sehr ungünstig und nicht empfehlenswert !
- dann gibt es noch die ganz einfache Lösung von düngefreien
Humus- Sand-Lehmgemisch, praktisch ein fester Erdboden, finde ich persönlich etwas unsauber, kann aber durchaus verwendet werden- in der Natur leben sie auf Schwarzerde, also nicht ganz so abwägig ,wie es vielleicht klingt
- mancher reichert sein Substratboden noch zusätzlich mit
Kieselsteinchen an, möglich ist der im Baumarkt zu bekommende Mauersand und wurde erfolgreich praktiziert, diesen mit Lehm angereichert sieht sehr natürlich aus
Dekoration :

- geeignete Materialien sind
   * klettergünstige Korkäste, auch Obstbaumzweige- etwas dicker
   * Steine aller Art und Größe je nach Terrarium,allerdings sollte die Oberfläche rauh beschaffen
    sein - glatt finden sie keinen Halt , zur Abwetzung der Krallen günstig !
   * Deko-Pflanzen, da echte Pflanzen sicher angeknabbert oder gefressen werden,
     bei mir wurde anfangs ein vertrockneter - Grasbüschel verwendet, später unechte Pflanzen,
     welche aber sehr natürlich wirken
-  großer Wasseranapf, wo auch mal bei Bedarf gebadet werden kann -> sie baden sehr gerne !
- ein Futternapf für vegetarische Kost

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technische Hilfsmittel :

- um die Temperatur regelmäßig kontrollieren zu können, ist ein Innenthermometer wichtig,
   günstig mit max.und min.-Anzeige auf digitaler Basis
- um die Luftfeuchte zu kontrollieren , wird ein Hygrostat empfohlen
- weitere Technik , wie evtl. Kabelheizung oder Heizmatten finde ich für weniger notwendig, da durch die Spotlampen und gut gedämmte Materialien beim Terrarienbau genügend Wärme gespeichert wird, um auf die nötige Lufttemperatur zu kommen- zusätzlich ist es den Zwergbartagamen angenehm auch ein kühleres Plätzchen am Boden zu finden
Beleuchtung / im Bau
Beleuchtung /vordere große ausgetauscht
Mondscheinsonnen
26-08-08-Einzug_neuTerri-vk
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, ich übernehme keinerlei Haftung für die von mir aufgestellten Erkenntnisse . Habe es in guten und besten Gewissen niedergeschrieben,
bei Fragen und Kritik bitte bei mir in Meinen Forum melden , danke !
Ich bitte die hier aufgeführten Berichte und Fotos nicht zu kopieren oder anderweitig weiter zu verwenden,bei Bedarf vorher unter meiner Mail teletinie@aol.com Einverständnis einholen,danke!
Erneuter Umzug 2009 in das darüberliegende Terrarium:
22-08-08-imGanzen-vk
erstes Terrarium 110 x 75 x 60cm

erstes Terrarium 110 x 75 x 60cm

neu gestaltetes Terrarium110 x 75 x 60cm

neu gestaltetes Terrarium110 x 75 x 60cm

zweites Terrarium 130 x 90 x 70cm

zweites Terrarium 130 x 90 x 70cm

im Ganzen, erst wurde unten Terrarium bewohnt, später oben

im Ganzen, erst wurde unten Terrarium bewohnt, später oben

dritte Terrarium- obere der Terrarienanlage 130 x 890 x 100cm

dritte Terrarium- obere der Terrarienanlage 130 x 890 x 100cm

Seitenansicht m.Blick auf Beleuchtung

Seitenansicht m.Blick auf Beleuchtung

linke Höhle mit Seitenluke zum Herausschauen :-)

linke Höhle mit Seitenluke zum Herausschauen :-)

hintere Höhle, wird gerne zum Winterschlaf und auch f. Eiablagen genutzt

hintere Höhle, wird gerne zum Winterschlaf und auch f. Eiablagen genutzt

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  © 2006 - 2012  Kerstin Franke by Mühlhausen