Aufzucht von Jungtieren bis 8 Wochen
Da die Jungtiere noch relativ klein sind, Gesamtlänge ab 14cm bis zur Abgabe von 20-23cm, reicht ein kleines Terrarium aus
- Größe 60 x 40 x 40cm ist optimal, größer auch möglich, aber nicht notwendig
- die ersten Tage, bis alle ihren Dottersack verloren habe, kommt als Bodengrund Küchenpapier, im Anschluss ca. nach 8 Tagen die kleine Pinienrinde aus dem Fachhandel
- Einrichtung mit kleinen Weidenästen, Kork, künstlichen Pflanzen/echte auch möglich, und eine flache Wasserschale = 25 x 12 x 2 cm, hier kann man noch ein Ästchen reinlegen
- Beleuchtung habe ich eine T4 13W-Lampe und ein Sonnenspot 35 W, das Tageslicht auf 12 Std. und der Sonnenspot auf 10 Std. täglich
-hier wird, wie bei den großen Wasseragamen, einmal täglich gründlich gesprüht
Aufzucht von Jungtieren bis Adultis
Hier ist die Altersgruppe angesprochen, vom Erwerb des Jungtieres im Alter von ca. 8 Wochen bis einem Alter von max. 12 Monaten.
Terrariumgröße ca. 120cm Breite x 60cm Tiefe x 120cm Höhe
verschiedene
Terrarien-Bauweisen
sind hier möglich:
- als Glasbecken, das sogenannte Standartterrarium-->> hier ist auf eine gute Dämmung zu achten, um die notwendige Wärme zu bekommen
- Selbstbauart aus Holz oder Styropor, hier ist besonders auf die Versiegelung bei Holz zu achten
als
Wasserbecken
empfehle ich während des Zeitraumes, es an die Größe der ständig wachsenden Wasseragame anzupassen
- von Kunststoffschale klein und flach bis später zu einer geräumigen Kunststoffschale in Größe einer Katzentoilette ca. 50 x 25 x 10cm, bei den größeren Becken ist schon ein Innenfilter empfehlenswert
das
Bodensubstrat
s
ollte feuchtigkeitsunempfindlich sein, sowie eine Feuchtigkeit speichernde Funktion haben, deshalb Pininerinde 3 -5cm
die
Beleuchtung
in dem Terrarium
- eine LSR 30W Osram Lumilux daylight 865
oder andere lichtstarke Röhre mit 6000 Kelvin
- je Tier ein Sonnenspot 50 - 75 W , Wattzahl nach Terrarienbauweise und Dämmung
Dekoration
- Äste aus dem Zoofachhandel, Kernobst- oder Weidenäste gesäubert und erhitzt
- echte Pflanzen steigern zusätzlich die Luftfeuchte oder unechte Pflanzen als Sichtschutz
- Rückwände aus Kork, oder Kokosfaser oder Styroporfelswandgestaltung, je nach Geschmack und handwerklichen Geschick
zusätzliche
Technik,
wie
- Heizkabel, wenn die Temperatur mit Sonnenspots nicht erreichbar ist, kann man durch zusätzliches Einbauen eines Heizkabels in Rückwand oder Boden die Temperaturen erhöhen
- Beregnungsanlage, nur nötig, wenn man nicht dazu kommt, einmal am Tag gründlich zu
sprühen
Terrarium für adulte Tiere
Es gibt verschiedene
Bauweisen
der Terrarien:
- Alu-Schienensystem
- Holzbauweise
- Styroporbauweise
- Glasterrarium
- Steinbau
Am Günstigsten im Preis - Leistungsverhälnis empfiehlt sich die Holzbauweise.
Bei der Wahl der
Glasscheiben
ist darauf zu achten,
- Auswahl deutsches Floatglas
- die Ränder geschliffen sein sollten
- Stärke Minimum 6mm
- möglichst Rollschienen , um einen leichten Lauf der großen Scheiben zu garantieren
Nicht zu empfehlen ist Acrylglas, da dieses den hohen Ansprüchen im Wasseragamenterrarium nicht gerecht wird.
Bei der Wahl von
Holz
- ist auf Qualität zu achten
- feuchtigkeitsbeständig
- z. Bsp. MDF-Platten oder Siebdruckplatten, welche trotzdem nochmal mit Epoxydharz versiegelt werden sollen- danach kann man ein Verziehen oder Quellen des Holzes ausschließen
Bei der
Dämmung
empfehle ich
- Hartschaumplatten/Styrodor, welche gut und sauber zu verarbeiten sind
- Stärke von 40mm
die
Lüftungsschlitze
- unten vorne und oben hinten
- notwendig, damit es nicht zur Fäulnisbildung kommt
- sollte aber auf Grund der Stabilität der Luftfeuchte so klein wie möglich gehalten werden
das
Wasserbecken
sollte die Hälfte der Grundfläche oder minimum 80 x 80 x 20cm sein,hierfür gibt es unzählige Varianten, einige davon:
- kleiner Garten-PE-Teich
- Duschbecken in tiefer Ausführung
- ausbetoniert mit Glasfaser verstärkte Selbstbauweise
- versiegeltes Styroporbecken
- auf Maaß angefertigtes Glasbecken
-->> optional empfehle ich dazu einen
Wasserfall
- die Luftfeuchte wird dadurch erheblich gesteigert
- Selbstbauweise aus Styropor oder mit Fliesenkleber
Link zum Wasserfall-Bau
g
enauso wichtig ist die dazugehörige
Pumpentechnik
,
hier einige Beispiele dafür:
- Innenfilter, evtl. kombiniert mit Heizung und Thermostat, nur für kleine Wasserbecken
- Aussenfilter, besser gleich aus Gartenteichtechnik Filteranlage mit Weithalstonne
- Wasserfallpumpe, aus Gartenteichtechnik,Höhenunterschied beachten !
oder man kombiniert den Aussfluss des Wasserfalls gleich mit der Filterpumpe
- Mattenfilter wäre auch noch eine Möglichkeit
Wichtig ist, dass bei den Wasseragamen gefiltert wird, da die Tiere ständig in das Wasser koten und urinieren! Ein Wasserwechsel ist trotz je nach Größe des Wasserbeckens aller 2-4 Wochen notwendig.
Die Heizung für das Wasserbecken ist nur in wenigen Fällen notwendig. Es wird eine optimale Wassertemperatur von 20-22°C empfohlen, damit die Wasseragamen Abkühlung zur hohen Lufttemperatur finden. In der Natur liegt die Temperatur der Gebirgsbäche, welche durch den Regenwald fliessen um die 18-22°C.
der
Substratbereich
-
nimmt die andere Hälfte Grundfläche ein
- die Tiefe sollte mindestens 20cm hoch sein, maximum ca. 30cm
- unter dem Substratbereich empfehle ich ein Abflussloch mit Schlauch zu installieren, da es bei den Wassergamen manchmal durch viel Spritzen im Wasser zu Flüssigkeitsansammlung im Substrat kommen könnte, so wäre der Abfluss von Vorteil
- unterste Drainageschicht Kies oder Blähton ca. 2cm
- darauf kommt ein Sand-Erde-Gemisch 1:5 , Sand = Spielzeug, oder Aquariensand, Erde= Terrarienhumus oder Blumenerde ohne Styroporkügelchen und minimale Düngung
- Abschluss kommt ca. 2-3cm Pinienrinde oder ReptiBark, dies ist zu empfehlen, weil die Tiere so sauber bleiben und zum anderen das Substrat feuchtigkeitsspeichernd und-abgebend ist
bei der
Rückwand-Gestaltung
ist der Kreativität keine Grenzen gesetzt, vorausgesetzt man hat ein wenig handwerkliches Geschick
-
einfache Preßkorkplatten als Rückwand mit eingearbeiteten Klettermöglichkeiten und Sitzplätzen
- Korkwände mit Böschungsmatten darüber, zum Klettern der Tiere und Pflanzen
- einfache Holzwand mit Sitzplätzen versiegelt mit Epoxydharz
-
Styropor-Felswandgestaltung mit Fliesenkleber
- echte Steinaufbauten
-
Hypotufa- Rückwandgestaltung
die
Beleuchtung
ist ein entscheidender Aspekt zum Wohlergehen unserer Pfleglinge
- die Hauptbeleuchtung ist 12 Stunden täglich geschaltet
* 3 - 4 Leuchtstoffröhren Osram Lumilux daylight 36 W ,hierfür empfehle ich komplette
Leuchtstofflampen zu kaufen, möglichst mit Reflektor kann man die Lichtausbeute fast
verdoppeln
* Farbtiefe 5000 -6000 Kelvin ist Tageslicht (daylight) und hat die größte Lichtausbeute,
sowie schon einen geringen Anteil an UVB- bitte auf die Farb-Nr. 65 achten, z.Bsp. 765, 865
oder 965 bei Biolight, die ersten Buchstaben sind die Qualität der Röhre, die letzteren die
Farbnummer, welche aussagt , in welchen Kelvinbereich das Licht liegt
* super lichtstark und energiesparend sind die T5-Röhren ,z.Bsp. 2 x 58W, möglichst mit
Reflektor
* oder 2 x 70-80 W HQI-Beleuchtung, je nach Ausführung ab 35 Euro a/Stk.
- für die Sonnenspots rechnet man pro Tier ein Spot,auch hier gibt es Möglilchkeiten
* Halogen-Spotstrahler GU10 a 50 W (8 Euro/Stk.)
* Feuchtigkeitsschutz-Spotlampen (für Aussenbereich) mit Halogen PAR-Lampen 50W - 75W
sie sind spritzwassergeschützt , daher besonders für
das Feuchtraumterrarium geeignet
- UVB-Bestrahlung durch Osram Vitalux 300 W
* 2-3 x wöchentlich a 30 min. - 60 min.
i
st nicht zwingend notwendig, jedoch beeinflusst es günstig die Stoffwechselsynthese im Körper und empfehlenswert!
sonstige
optionale Technik,
welche nicht unbedingt notwendig ist
- Heizkabel, wenn kühler Boden ist, wäre es von Vorteil ein Heizkabel an eine begrenzte Stelle zu installieren , um Verletzungsgefahr zu vermeiden wird das Kabel unter einer Fliese geklebt und am Bodengrund eingebettet und per Thermostat auf 22°-24°C eingestellt.
- Beregnungsanlage ist günstig , wenn man zeitlich gebunden, tagsüber nicht zum Aussprühen des Terrarienraumes kommt, hierfür empfehle ich eine Beregnungsanlage von E.N.T. mit Nebeldüsen
- Neblermaschinen , Nebel durch Ultraschall sind eher ungünstig, weil der kalte Dampf sehr
schnell im
Terrarium fällt und die Luftfeuchtigkeit nicht wirklich erhöht
D
ie Haltungsbedingungen werden als Mindestanforderungen von der BMELF (Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) ausgeschrieben.
Diese besagt für die Agamidae Physignathus für folgende Körper-Rumpf-Länge:
* 4 x 3 x 5 KRL oder 5 x 3 x 4 KRL , für 2 adulte Tiere,
jedes weitere Tiere sollte man die Grundfläche 15% zurechnen
Das würde umgerechnet eine Terrariumgröße von ca.120 x 90 x 150cm sein.
Da diese Empfehlung arg knapp bedacht sind, empfehlen wir erfahrungsgemäß bei der Größe unserer Wasseragamen eine zumutbare
Terrariengröße
>>
200cm Breite x 100cm Tiefe x 200cm Höhe
In unseren
Nachbarland Österreich
sollten die Halter auf die Gesetzmäßigkeiten von 01-01-2006 achten, hier muss zum einen eine Physignathus cocincinus gemeldet sein, die Grundfläche muss 2,5m² entsprechen,d. h. sogar 2,50m x 1,00m und eine Mindesthöhe von 1,80m
wird vorgeschrieben.Diese österreichische Behörde behält sich daraufhin Kontrollen vor.
^
Grüne Wasseragame
Physignathus cocincinus
Terrarienhaltung
die wichtigsten Kriterien für eine Haltung der Wasseragamen im Terrarium:
* Großraumterrarium
* tropisches Regenwaldklima
* Temperaturen tagsüber 28° - 30° C, punktuell 30° - 40°C
nachts minimum 18°C, im Durchschnitt 22° - 25°C
* Luftfeuchte tagsüber 50% minimum, im Durchschnitt 70% - 80%
nachts Anstieg auf 80% - 90%
# Aufzuchtsterrarium junger Schlüpflinge
# Aufzuchtsterrarium für Jungtiere
# Terrarium für adulte Tiere
* Bauweisen
* Wasserbecken und Pumpentechnik
* Substratbereich
* Rückwandgestaltung
* Beleuchtungstechnik
* optionale Terrarientechnik
* Pflanzen für's Terrarium
* Baudokumentation und verschiedene Modelle
Dekoration lebende
Pflanzen
,
welche kann ich empfehlen, welche weniger ?
hier ist die Frage giftig oder nicht giftig, aber man muss unterscheiden können,
im Allgemeinen können wir unsere Zimmerpflanzen alle als giftig einstufen , allerdings nicht so giftig, dass sie nicht verwendet werden könnten. Man sollte wissen, welche absolut giftig
für unsere Tiere sind.
erfahrungsgemäß geeignete Pflanzen
:
diese Pflanzen sind auch leicht giftig,
aber nicht für unsere Terrarientiere !
- die Efeutute,verschiedene Farbschläge
- Yucca-Palme und Drachenbaum
- Bromelien, Tillandsien
- Zwergpalmen
- Kalanchoen
- Ficusarten
- Maranthe
- Medinille, sehr schöne Hängepflanze
giftige Pflanzen, die ihr auf keinen Fall nehmen solltet
- Dieffenbachie
- Efeu
- Wolfsmilchgewächse
- Monstera (Fensterblatt)
- Aronstabgewächse
>>
weitere Giftpflanzen, die man nicht nehmen sollte !
ungeeignet für das Wasseragamen-Terrarium :
- sind Farne , da sie die warmen Temperaturen nicht so vertragen
- Kakteen, wegen Verletzungsgefahr für die Tiere, letztendlich halten die Kakteen es auch nicht bei feucht-warmer Luft aus, sie würden faulen
- zartblättrige Pflanzen halten bei unseren robusten Tieren nicht lange Stand
das Regenwald-Terrarium für Wasseragamen
Wasseragamenterrarium von Sandro Krüger aus Werdau / Sachsen
>>> BAUDOKUMENTATION dieses Wasseragamenterrariums !
>>> verschiedene WASSERAGAMENTERRARIEN
hier zumTerrarienbau
Abschließend möchte ich darauf hinweisen, ich übernehme keinerlei Haftung für die von mir aufgestellten Erkenntnisse .
Habe es in guten und besten Gewissen niedergeschrieben, bei Fragen und Kritik bitte bei mir in
Meinen Forum
oder im
Wasseragamenforum
melden , danke !
Ich bitte die hier aufgeführten Berichte und Fotos nicht zu kopieren oder anderweitig weiter zu verwenden,bei Bedarf vorher unter meiner Mail
teletinie@aol.com
Einverständnis einholen,danke!
© 2006 - 2011 Kerstin Franke by Mühlhausen
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